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Monday, 21. July 2008

BERLIN:

NOTRUF

Eigentlich wollte ich nur rechtschaffen kurz für kleine Kunstkenner die Örtlichkeiten besuchen, aber der Veranstalter riss an meinem Ärmel. "Funktioniert dein Telefon?" Keine Erklärungen, keine Fragen. Ich halte Bruder Handy in die Höhe. "Hast du noch Credits? Irgendein Kid hat sich Glas ins Auge gerammt, wir brauchen sofort einen Krankenwagen und unser Telefon geht nicht. Du würdest mir einen Riesengefallen usw.!" Man fragt da nicht groß, guckt sich den Schlamassel kurz an, wägt die Sachen ab und entscheidet sich für 112. Nur zwei Bier getrunken und wieder mal "in charge". Ein junger Mann bekam seine eigene Brille ins Gesicht gedrückt. Keine Absicht, einfach nur ein Unfall unter Betrunkenen am Rande einer kulturellen Veranstaltung im Jahre 2008.

Ich gebe dem Notruf die Fakten und der Mann ist froh über meine unglaublich präzisen Angaben. Gestoppte 5 Minuten später steht der Wagen vor der Tür, aber leider ist der Verletzte irgendwie verschwunden.

Ein paar Interviews durch die Menge später erfährt man, der junge Mann wollte unbedingt noch "die Band" sehen. "Die Band", dem Publikum als "The Funts" alias "The Fucking Cunts" vorgestellt, bestand zu diesem Zeitpunkt aus dem weniger attraktiven Teil der "Ugly Americans", einem Spelunken-Pianisten namens Ken Shakin, einer gewissen Laura, die irgendwelche Dinge ins Mikro plauderte, einem unbekannten Bärtigen, der sich mit einem Besen am Boden wälzte, einem Bongospieler, einem unbekannten Drummer und Alan am Science Fiction-Stimmgerät, jenem Alan mit dem Buchladen, der mit "The Funts" nun endlich eine eigene Band hatte.

Japanische Touristinnen machten Fotos und ließen ihre Robo-Dogs auf freien Fuß, australische Rocker machten einen Boxenstop, junge Kriminelle witterten eine Chance und an der Theke sollte "jetzt erstmal kein Alkohol mehr verkauft werden." Bis auf weiteres.

Der junge Mann mit dem schlimmen Auge wurde doch noch gefunden und mit Verdacht auf weiteres irgendwohin überwiesen. The Funts können ihre Reunion sofort wieder vergessen. Und der Rest, der Rest, der macht wahrscheinlich immer noch irgendwo irgendwie weiter.


ID - Stefan Ernsting - I have two books out, I work on cool movies and I've been blogging for 7151 days.

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English Info

Übersetzung:
David Wojnarowicz
Closes to the Knives

(Mox und Maritz Verlag)

"Von Stefan Ernsting hervorragend übersetzt." (Bayrischer Rundfunk))

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